Ralf Bock

FAQ
FAQ - Fragen und Antworten Drucken E-Mail

Eine Schornsteinsanierung steht meistens dann an, wenn der Schornstein den heutigen Ansprüchen einfach nicht mehr gerecht wird. Vor allen Dingen bei alten Häusern wird die Kaminsanierung direkt mit der kompletten Altbausanierung durchgeführt, denn die alten Schornsteine sind mit den heutigen Heizungsanlagen oftmals nicht mehr kompatibel.

Einer der häufigsten Gründe warum eine Sanierung durchgeführt werden muss, ist die „Wasserdurchlässigkeit“ der Schornsteine, die meisten älteren Schornsteine sind nicht feuchteunempfindlich. Wer seine Heizungsanlage austauscht, sollte auf jeden Fall nicht den Schornstein vergessen, denn eine neue Heizanlage mit einem alten Schornstein kann oftmals eine Menge Ärger und Schaden verursachen.

Besonders beliebt bei Schornsteinsanierungen ist Edelstahl, denn durch die positiven Eigenschaften des Materials bietet es sich für eine Sanierung regelrecht an. Zunächst einmal ist Edelstahl extrem witterungsbeständig und Feuchtigkeit kann ihm nichts anhaben, hinzu kommt noch, dass das Material leicht zu reinigen und so gut wie unzerstörbar ist. Des weiteren ist Edelstahl relativ leicht, daher kann es auch bei einer Schornsteinsanierung ohne Probleme an der Wand befestigt werden und muss zum Beispiel nicht aufwendig verputzt werden.

Um Abkühlungsverluste und Kondensation zu vermeiden, sollte das Edelstahleinsatzrohr gedämmt werden. Es kommen vorgeformte Dämmschalen zum Einsatz, Schüttdämmung ist nicht mehr zulässig.

Warum ist der Trockenheitsgrad des verwendeten Brennholzes so wichtig?

Holz verbrennt in drei Phasen. Die erste Phase ist die Verdampfungsphase, hier wird das restliche im Holz enthaltene Wasser verdampft. Die zweite Phase ist die Entgasungsphase, die Holzbestandteile werden vergast und zu CO2 und H2O verbrannt.

Die dritte Phase ist die eigentliche Verbrennung, Kohlenstoff wird zu CO2 verbrannt. Alle drei Phasen laufen gleichzeitg ab, mit zeitlich unterschiedlicher Intensität.

Enthält das eingesetzte Brennholz zu viel Wasser, kann die Feuerraumtemperatur nicht auf die Temperatur steigen, die zu einer sauberen Verbrennung notwendig ist. Die erste Phase schluckt dabei zu viel Energie, das Feuer raucht, die Scheiben beschlagen und der Schornstein verrußt.

Ein weiterer negativer Effekt von zu nassem Brennholz ist, daß durch die niedrigeren Feuerraumtemperaturen der Holzverbrauch stark ansteigt.

Da die Holzhändler in den seltensten Fällen trockenes Brennholz liefern können, muß man das Holz selbst trocknen. Pro Zentimeter Holzscheitdicke reicht ein Sommermonat bei optimaler Lagerung.

Mit einem einfachen Holzfeuchtemessgerät kann ich die Restfeuchtigkeit leicht selbst überprüfen:

Ein Stück Holz wird in der Mittte gespalten, das Messgerät zeigt sofort die Restfeuchte in Prozent an.

Optimale Verbrennung erfordert Holz mit einer Restfeuchte unter 20 %.

Holzfeuchtemessgeräte gibts bei mir.

Eine Brennholzlagerstätte sollte zunächst nicht zu weit von der Feuerstätte entfernt geplant werden.

Ein winterlicher Gewaltmarsch durch den tief verschneiten oder brabbeligen Garten bereitet keine Freude.

Brennholz muß trocken, sonnig und zugig gelagert werden.

Am besten von unten durch alte Paletten vor der Bodenfeuchtigkeit geschüzt.

Von oben mit einem Dach oder überstehenden Platten vor dem Regen geschützt.

Eine Folie ist ungeeignet, weil die Feuchtigkeit nicht abziehen kann und Regenwasser oder Schmelzwasser seitlich an das Holz gelangt.

Zugig, das heißt nicht im Gartenschuppen oder im Keller oder in der Garage, denn die Feuchtigkeit muss durch den Wind abtransportiert werden.

Im Keller beginnt nasses Holz zu schimmeln.

An ihm kommt man nicht vorbei. Damit der Betrieb einer Feuerstätte auch rechtlich in trockenen Tüchern liegt, sollte man den zuständigen BSM zur Abnahme hinzuziehen. Wer nicht weiß wen er da anrufen soll, läuft zu seiner Heizung und schaut auf den sich dort befindlichen Aufkleber.

Wer noch keine Heizung hat, schaut im Internet unter MySchornsteinfeger.de oder frägt seinen Nachbarn

Eine verrußte Scheibe läßt immer auf suboptimale Betriebsbedingungen schließen.

Häufigste Ursache ist zu nasses Brennholz, die Verdampfungsphase zieht dabei zu viel Wärme aus der Feuerung ab, der Feuerraum wird nicht heiß genug und verrußt.

Auch eine zu geringe Brennstoffmenge kann zu einem unterkühlten Feuer führen.

Oft wird auch die Bedeutung des Initialfeuers unterschätzt.

Es ist für eine schnelle Aufheizung des Feuerraumes, des Rauchrohres und des Schornsteines unerläßlich, daß bei ersten Anfeuern am Tag schnell eine große Wärmemege erzeugt wird.

Der Kaltluftpropf muss schell aus dem Abgassystem, damit der Schornsteinzug, der Motor ihrer Feuerstätte, zu arbeiten beginnt.

Es müssen etwa 1 bis 1,5 kg Weichholz, klein gespalten und mit einem Anzünder entzündet, bei voll geöffneter Luftregelung, verbrannt werden.

Die dabei entstehende Wärmemenge heizt das Abgassystem und den Ofen auf, der Schornsteinzug stellt sich ein.

Nach dem Abbrennen des Initialfeuers können dann ein oder zwei kleine Scheite Hartholz nachgelegt werden.

Ist die Scheibe dennoch verrußt, genügt etwas Scheibenreiniger ( Sidolin oder ähnliches ).

Hartnäckigen Ruß entferne ich mit einem Knödel Zeitungspapier, den ich angefeuchtet in die Asche tunke.

Mit dem Asche-Wasser-Brei kann ich jede noch so starke Verunreinigung der keramischen Scheibe ( gleiches Material wie ein Ceran-Kochfeld ) entfernen.

Asche ist alkalisch und besteht aus feinsten Mineralien, die wie feinste Schmirgelpaste wirken.

Feinstaub/ Novellierung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung

 

Im Rahmen der Novellierung der 1. BimschV ist in der letzten Zeit die Diskussion um den Feinstaubausstoß bei Kaminöfen und die damit verbundenen strengeren Anforderungen bei neu in Umlauf gebrachten Geräten ab 2008 in vollem Gange.

 

 

Für Interessenten von skantherm Kaminöfen gilt:

Jeder skantherm Kaminofen erfüllt Dank innovativer Technik bereits seit mehreren Jahren den seit 22.März 2010 gültigen Feinstaubgrenzwert von 100mg/m3.

Ein skantherm Kaminofen, den Sie heute erwerben, kann auch in Zukunft ohne Rußpartikelfilter oder ähnliche Sekundärmaßnahmen betrieben werden. Für diese Geräte besteht ein dauerhafter Bestandsschutz.

 

 

Für die Besitzer eines skantherm Kaminofens gilt:

Glückwunsch zu der richtigen Wahl Ihres Kaminofens in der Vergangenheit!

Denn schon vor vielen Jahren erfüllten bereits die meisten skantherm Kaminöfen den für das nächste Jahr geltenden Feinstaubgrenzwert von 100mg/m3.