Eine verrußte Scheibe läßt immer auf suboptimale Betriebsbedingungen schließen.
Häufigste Ursache ist zu nasses Brennholz, die Verdampfungsphase zieht dabei zu viel Wärme aus der Feuerung ab, der Feuerraum wird nicht heiß genug und verrußt.
Auch eine zu geringe Brennstoffmenge kann zu einem unterkühlten Feuer führen.
Oft wird auch die Bedeutung des Initialfeuers unterschätzt.
Es ist für eine schnelle Aufheizung des Feuerraumes, des Rauchrohres und des Schornsteines unerläßlich, daß bei ersten Anfeuern am Tag schnell eine große Wärmemege erzeugt wird.
Der Kaltluftpropf muss schell aus dem Abgassystem, damit der Schornsteinzug, der Motor ihrer Feuerstätte, zu arbeiten beginnt.
Es müssen etwa 1 bis 1,5 kg Weichholz, klein gespalten und mit einem Anzünder entzündet, bei voll geöffneter Luftregelung, verbrannt werden.
Die dabei entstehende Wärmemenge heizt das Abgassystem und den Ofen auf, der Schornsteinzug stellt sich ein.
Nach dem Abbrennen des Initialfeuers können dann ein oder zwei kleine Scheite Hartholz nachgelegt werden.
Ist die Scheibe dennoch verrußt, genügt etwas Scheibenreiniger ( Sidolin oder ähnliches ).
Hartnäckigen Ruß entferne ich mit einem Knödel Zeitungspapier, den ich angefeuchtet in die Asche tunke.
Mit dem Asche-Wasser-Brei kann ich jede noch so starke Verunreinigung der keramischen Scheibe ( gleiches Material wie ein Ceran-Kochfeld ) entfernen.
Asche ist alkalisch und besteht aus feinsten Mineralien, die wie feinste Schmirgelpaste wirken.